Die Jahres-Perioden-Planung dient der Verteilung der Unterrichte auf einzelne Perioden. Diese können, wie in Finnland, mehrere Wochen lang sein, oder wie in Sozial- und Gesundheitsschulen üblich, nur eine Woche dauern.
Periode über mehrere Wochen
Beim finnischen System, das in ähnlicher Form unter dem Namen „Schwerpunktbildung“ auch in österr. Bundesschulen eingesetzt werden kann, besteht die Grundidee darin, Fächer, die in herkömmlichen Unterrichtssystemen nur 1 oder 2 Stunden pro Woche unterrichtet und somit bei den Schülern (und/oder Eltern) als „unbedeutend“ kategorisiert werden, aufzuwerten. Solche Fächer mit geringer Wochenstundenzahl werden oft als Nebenfächer tituliert.
Die Aufwertung wird dadurch erzielt, dass in diesem System der Jahres-Perioden-Planung eben diese Nebenfächer zwar nicht in jeder Periode unterrichtet werden, wenn sie aber unterrichtet werden, dann mit der gleichen Wochenstundenanzahl wie die sogenannten Hauptfächer. In der Jahressumme bleibt die unterrichtete Stundenanzahl gleich, die Intensität des Unterrichtes ist allerdings in jenen Perioden, in denen die „Nebenfächer“ unterrichtet werden ungleich höher und die Schüler haben allein schon aufgrund der annähernd gleichen Wochenstundenzahl von Haupt- und Nebenfächern das subjektive Empfinden der gleichen „Wichtigkeit“.
Periode entspricht genau einer Woche
Bei den Sozial- und Gesundheitsschulen werden die Jahreswochenstunden unter Berücksichtigung der pädagogischen und organisatorischen Rahmenbedingungen (z.B. welcher Lehrer steht wann zur Verfügung), auf die einzelnen Wochen (=Perioden) aufgeteilt. Damit gibt es keinen periodischen Stundenplan, nicht einmal für wenige Wochen. Der Stundenplan ändert sich komplett von Woche zu Woche.